Lesen

Lesen

Holland im weißen Rausch (NRZ 14.02.2012)
„Oma, warte auf mich!“ ruft ein kleiner Junge. Er stolpert auf Schlittschuhen einer älteren Dame hinterher, die gemächlich über das Eis gleitet. Am vergangenen Wochenende wanderten hunderttausende Niederländer auf Kufen durch das Flachland.
Die Niederlande drei Jahre nach dem Mord an Theo van Gogh
(Niederlandenet.de 2007)
Drei Jahre nach dem Mord beobachtet Kabarettier Hans Teeuwen einen Trend zur Selbstzensur. „Das ist im Kopf, weil ein Mord geschehen ist und außerdem noch Bedrohungen und die dänische Kartoon-Kontroverse kamen. Man weiß, dass man ein gewisses Risiko eingeht, wenn man sich über den Islam äußert. Da ist man vorsichtig, ob man will oder nicht. Man ist ängstlicher geworden.“ Im März 2007 wird in Amsterdam ein Denkmal für Theo van Gogh feierlich enthüllt. Hier singt Hans Teeuwen fast trotzig ein Lied auf das Freie Wort, das nur so strotzt von Gotteslästerungen und Frechheiten. Ein klares Statement für ein Monument, das „Der Schrei“ heißt…
Grenzpendler – Europäische Pioniere oder Stiefkinder Europas?
(Niederlandenet.de 2005)
Paul Henkmann ist glücklich. Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit hat der Gärtner aus Gronau einen Job kurz hinter der Grenze bei Enschede gefunden. Von seiner Wohnung fährt er nur 15 Kilometer bis zur Arbeit – und überquert dabei eine Staatsgrenze. Dadurch gerät er zeitgleich in zwei verschiedene staatliche Systeme für Steuern und Sozialversicherung. Er ist ein Sonderfall – aber schon lange kein Einzelfall mehr…
Das Glück liegt im Dunkeln (Die TAZ 19.01.2002)
Unter ärmlichsten Bedingungen suchen Goldgräber in Venezuela nach geldschweren Adern. Ein gefährliches Geschäft.
Venezuela: Nicht alles Gold glänzt
Journalisten-Stipendium der Heinz-Kühn-Stiftung 2001
Inhalt:
Zur Person – Im Praktikum – Guayana-Stadt – Schießeisen – Sonntagsspaziergang in La Guaira – Eisenerz – Interview auf Venezolanisch – Auf Patrouille – Die staatliche Goldgrube Minerven
Ab in die Niederlande!
Persönlicher Bericht vom Deutsch-Niederländischen Journalistenstipendium 2003
Holland? Holland ist Friesland. Ferien auf dem Deich. Patat Pinda, Softijs und Kaatsen gehören zu den ersten Worten, die ich lerne. Der Rest ein Kauderwelsch namens Bildts, gemixt aus Holländisch und Friesisch. Kaasschaaf, Pindakaas und Fietspad gehören zum Familienwortschatz, aber sonst fällt der Groschen spät. Während die Nachbarsmädchen fließend Deutsch lernen, schweige ich lieber, bis ich nach dem Abi nach Madrid gehe und trotz drei Jahren Schulspanisch zum ersten Mal spüre, was eine Fremdsprache ist. No comprendo nada!? Hier kriege ich nicht mal Pommes und Eis! Der Umkehrschluss zeigt: Niederländisch ist dein Ding, Anneke. Ich kapiere, studiere schnell zu Ende, lerne das Schreibhandwerk und gehe dann nach Baarlo in Limburg. Hinaus aus Friesland, endlich etwas sehen von den weiten Niederlanden…